Nachweis von Komponenten nach GB (Chinesische Richtlinien)

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Die CBFEM-Methode kombiniert die Vorteile der allgemeinen Finite-Elemente-Methode (FEM) und der Standardkomponentenmethode (CM). Die anhand des genauen CBFEM-Modells berechneten Spannungen und Schnittgrößen werden bei der Überprüfung aller Komponenten verwendet – Schrauben, vorgespannte Schrauben und Schweißnähte werden gemäß GB 50017 – 2017 überprüft. Die Platten werden durch Finite-Elemente-Analyse überprüft. Die Verankerungsnachweise sind in der aktuellen Version noch nicht implementiert.

Normnachweis von Stahlplatten nach chinesischer Norm

Die resultierende Vergleichsspannung (HMH, von Mises) und die plastische Dehnung werden an den Platten berechnet. Wenn die Bemessungsstreckgrenze f (GB 50017, Tabelle 4.4.1–4.4.3) im bilinearen Werkstoffdiagramm erreicht wird, erfolgt die Überprüfung der äquivalenten plastischen Dehnung. Der Grenzwert von 5 % wird im Eurocode (EN 1993-1-5 Anhang C, Abs. C8, Anmerkung 1) empfohlen. Dieser Wert kann in den Normeinstellungen geändert werden, die Verifikationsstudien wurden jedoch für diesen empfohlenen Wert durchgeführt.

Das Plattenelement wird in fünf Schichten unterteilt, und das elastische/plastische Verhalten wird in jeder dieser Schichten untersucht. Das Programm zeigt das ungünstigste Ergebnis aller Schichten.

Die Spannung kann geringfügig höher als die Bemessungsstreckgrenze sein. Der Grund dafür ist die leichte Neigung des plastischen Astes des Spannung-Dehnung-Diagramms, die in der Berechnung verwendet wird, um die Stabilität der Berechnung zu verbessern.

Normnachweis von Schrauben und vorgespannten Schrauben nach chinesischer Norm

Schrauben

Schrauben werden gemäß GB 50017, Abschn. 11.4 nachgewiesen. Die Zug- und Querkraft in jeder Schraube wird durch die Finite-Elemente-Analyse bestimmt. Abhebekräfte werden durch die Finite-Elemente-Analyse ermittelt und berücksichtigt. Jede Scherfuge wird einzeln nachgewiesen. Die Platte im Lochleibungsbereich wird gegen die Summe der Querkräfte in benachbarten Ebenen nachgewiesen.

Bemessungswerte der Zug- und Schertragfähigkeit einer Schraube; fub[MPa] – Zugfestigkeit einer Schraube; abgeleitet aus Tabelle 4.4.6

\(f_{ub}\) [MPa]\(f_t^b \)\(f_v^b\)
\(f_{ub} \le 400 \)\(0.425 \cdot f_{ub}\)\(0.35 \cdot f_{ub}\)
\(400<f_{ub}<830\)\(0.42 \cdot f_{ub}\)\(0.38 \cdot f_{ub}\)
\(830 \le f_{ub}\)\(40/83 \cdot f_{ub}\)\(32/83 \cdot f_{ub}\)

Schraube auf Zug

Eine auf Zugkraft beanspruchte Schraube wird gemäß Abschn. 11.4.1.2 bemessen und muss folgende Bedingung erfüllen:

\[ N_t \le N_t^b = A_s \cdot f_t^b \]

wobei:

  • Nt – Zugkraft in einer Schraube
  • Ntb – Bemessungswert der Zugtragfähigkeit
  • \( A_s = \frac{\pi d_e^2}{4} \) – Spannungsquerschnitt einer Schraube
  • de – effektiver Durchmesser einer Schraube im Gewindebereich
  • ftb – Bemessungswert der Zugfestigkeit einer Schraube

Schrauben auf Abscherung

Eine auf Querkraft beanspruchte Schraube wird gemäß Abschn. 11.4.1.1 bemessen und muss folgende Bedingung erfüllen:

\[ N_v \le N_v^b = A_g \cdot f_v^b \]

wobei:

  • Nv – Querkraft in einer Schraube in der untersuchten Ebene
  • \( A_g = \frac{\pi d^2}{4} \) – Bruttoquerschnittsfläche einer Schraube
  • d – Nenndurchmesser einer Schraube
  • fvb – Bemessungswert der Schertragfähigkeit einer Schraube

Jede Scherfuge wird einzeln nachgewiesen, d. h. Anzahl der Scherfugen nv = 1.

Schrauben auf kombinierten Zug und Abscherung

Eine gleichzeitig auf Quer- und Zugkraft beanspruchte Schraube wird gemäß Abschn. 11.4.1.3 bemessen und muss folgende Bedingung erfüllen:

\[ \sqrt{\left ( \frac{N_v}{N_v^b} \right ) ^2 + \left ( \frac{N_t}{N_t^b} \right ) ^2} \le 1.0 \]

wobei:

  • Nv – Querkraft in einer Schraube in der untersuchten Ebene
  • Nt – Zugkraft in einer Schraube
  • Nvb – Bemessungswert der Schertragfähigkeit einer Schraube
  • Ntb – Bemessungswert der Zugtragfähigkeit einer Schraube

Schrauben auf Lochleibung

Eine Platte, die infolge einer auf Abscherung beanspruchten Schraube auf Lochleibung beansprucht wird, wird gemäß Abschn. 11.4.1.1 bemessen und muss folgende Bedingung erfüllen:

\[ N_v \le N_c^b = d\cdot t \cdot f_c^b \]

wobei:

  • Nv – Querkraft, die auf eine Platte wirkt; vektorielle Summe der Querkräfte in benachbarten Ebenen
  • d – Nenndurchmesser der Schraube
  • t – Plattendicke
  • fcb – Bemessungswert der Lochleibungstragfähigkeit einer Platte
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Bemessungswert der Lochleibungstragfähigkeit einer Platte; fu – Zugfestigkeit einer Platte; abgeleitet aus Tabelle 4.4.6

Vorgespannte Schrauben

Hochfeste Schrauben in gleitfesten Verbindungen werden gemäß Abschn. 11.4.2 bemessen.

Vorgespannte Schrauben auf Zug

Die Zugtragfähigkeit einer vorgespannten Schraube wird wie folgt bestimmt:

\[ N_t \le N_t^b = 0.8 \cdot P \]

wobei:

  • Nt – Zugkraft in einer Schraube
  • Ntb – Bemessungswert der Zugtragfähigkeit
  • P – Vorspannkraft einer hochfesten Schraube – Tabelle 11.4.2-2

Tabelle 11.4.2-2 – Vorspannkraft einer hochfesten Schraube P [kN]

SchraubenklasseM16M20M22M24M27M30
8.880125150175230280
10.9100155190225290355

Eine vorgespannte Schraube, die nicht in Tabelle 11.4.2-2 enthalten ist und auf Zugkraft beansprucht wird, wird gemäß Abschn. 11.4.1.2 bemessen und muss folgende Bedingung erfüllen:

\[ N_t \le N_t^b = A_s \cdot f_t^b \]

wobei:

  • Nt – Zugkraft in einer Schraube
  • Ntb – Bemessungswert der Zugtragfähigkeit
  • \( A_s = \frac{\pi d_e^2}{4} \) – Spannungsquerschnitt einer Schraube
  • de – effektiver Durchmesser einer Schraube im Gewindebereich
  • ftb – Bemessungswert der Zugfestigkeit einer Schraube

Vorgespannte Schrauben auf Abscherung

Der Bemessungswert der Schertragfähigkeit einer vorgespannten Schraube wird gemäß Abschn. 11.4.2.1 bestimmt:

\[ N_v \le N_v^b = 0.9 k \mu P \]

wobei:

  • Nv – Querkraft in der untersuchten Ebene
  • Nvb – Bemessungswert der Schertragfähigkeit einer Schraube
  • k – Faktor für Schraubenlöcher; k = 1 für Normallöcher, k = 0,85 für übergroße Löcher, k = 0,6 für Langlöcher
  • μ – Gleitbeiwert an der Reibungsfläche gemäß Tabelle 11.4.2-1; in den Normeinstellungen bearbeitbar
  • P = Ntb / 0,8 – Vorspannkraft einer hochfesten Schraube für Schrauben, die nicht in Tabelle 11.4.2-2 enthalten sind

Jede Scherfuge wird einzeln nachgewiesen, d. h. Anzahl der Scherfugen nf = 1.

Vorgespannte Schrauben auf kombinierten Zug und Abscherung

Eine gleichzeitig auf Quer- und Zugkraft beanspruchte Schraube wird gemäß Abschn. 11.4.2.3 bemessen und muss folgende Bedingung erfüllen:

\[ \frac{N_v}{N_v^b} + \frac{N_t}{N_t^b} \le 1.0 \]

wobei:

  • Nv – Querkraft in der untersuchten Ebene
  • Nt – Zugkraft in einer Schraube
  • Nvb – Bemessungswert der Schertragfähigkeit einer Schraube
  • Ntb – Bemessungswert der Zugtragfähigkeit einer Schraube

Normnachweis von Schweißnähten nach chinesischer Norm

Kehlnähte werden gemäß GB 50017 – Kapitel 11 überprüft. Die Festigkeit von Stumpfnähten wird als gleich dem Grundwerkstoff angenommen und nicht nachgewiesen.

Stumpfnähte

Es werden vollständig durchgeschweißte Stumpfnähte vorausgesetzt, deren Tragfähigkeit als gleich der des Grundwerkstoffs angesehen wird – Cl. 11.2.1.

Kehlnähte

Der Bemessungswert der Tragfähigkeit von Kehlnähten wird gemäß Cl. 11.2.2.2 nachgewiesen:

\[ \sigma_w = \sqrt{ \left ( \frac{\sigma_f}{\beta_f} \right ) ^2 + \tau_f^2} \le f_f^w \]

wobei:

  • σf – Spannung in der wirksamen Fläche der Naht senkrecht zur Nahtlänge
  • βf – Vergrößerungsbeiwert für den Bemessungswert der Kehlnahtfestigkeit; βf = 1,22 bei statischer Belastung und Winkel zwischen den Schmelzflächen α = 90°; andernfalls βf = 1,0
  • τf – Schubspannung in der wirksamen Fläche der Naht parallel zur Nahtlänge
  • ffw – Bemessungswert der Kehlnahtfestigkeit

Bemessungswert der Kehlnahtfestigkeit ffw für Schweißelektroden; abgeleitet aus Tabelle 4.4.5

Elektrode\(f_f^w\) [MPa]
E43160
E50200
E55220
E60240

Standardelektroden sind E43 für das schwächste verbundene Blech mit fu < 470 MPa, E50 für 470 MPa ≤ fu < 520 MPa und E55 für 520 MPa ≤ fu.

Die Nahtdiagramme zeigen die Spannung gemäß folgender Formel:

\[ \sigma = \sqrt{ \frac{1}{\beta_f^2}(\sigma_{\perp}^2 + \tau_{\perp}^2) + \tau_{\parallel}^2 } \]

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Detaillierung von Schrauben und Schweißnähten nach chinesischer Norm

Schrauben

Der minimal zulässige Abstand der Schrauben wird gemäß Tabelle 11.5.2 überprüft.

Minimal zulässiger Abstand der Schrauben; d0 – Schraubenlochduchmesser


Minimal zulässiger Abstand
Schraubenabstand\( 3 \cdot d_0 \)
Randabstand parallel zur Last\( 2 \cdot d_0 \)
Randabstand senkrecht zur Last (Lochleibungsschraube) \( 1.2 \cdot d_0 \)
Randabstand senkrecht zur Last (vorgespannte Schraube)\( 1.5 \cdot d_0 \)

Schweißnähte

Die minimale Schweißnahtgröße hf wird gemäß Tabelle 11.3.5 überprüft. Die Schweißnahtgröße wird aus der Schweißnahtdicke bestimmt: \( h_f = \sqrt{2} \cdot h_e \).

Minimale Schweißnahtgröße hf

Blechdicke [mm]Minimale Schweißnahtgröße [mm]
\( t \le 6 \)3
\( 6 < t \le 12 \)5
\( 12 < t \le 20 \) 6
\( 20<t \)8

Normnachweis des Betonblocks nach chinesischer Norm

Der Beton unterhalb der Fußplatte wird durch einen Winkler-Bettungsmodell mit gleichmäßiger Steifigkeit simuliert, der die Kontaktspannungen liefert. Die mittlere Spannung in der Auflagerfläche wird für den Drucknachweis verwendet.

Beton unter Druckbelastung

Der Benutzer kann zwischen dem örtlichen Tragfähigkeitsnachweis einer bewehrten Betonunterlage (GB 50010, Gleichung 6.6.1-1) und einer Unterlage aus unbewehrtem Beton (GB 50010, Gleichung D.5.1-1) wählen.

Bewehrte Betonunterlage

\[ F_l \le F_c = 1.35 \beta_c \beta_l f_c A_{ln} \]

Unterlage aus unbewehrtem Beton

\[ F_l \le F_c = \omega \beta_l f_{cc} A_l \]

wobei:

  • Fl – Druckkraft
  • Fc – Druckwiderstand
  • βc – Einflussfaktor der Betonfestigkeit; βc = 1 für Betongüte bis C50, βc = 0,8 für Betongüte C80; lineare Interpolation wird für Betongüten zwischen C50 und C80 verwendet
  • \( \beta_l = \sqrt{\frac{A_b}{A_l}} \) – Konzentrationsfaktor
  • Ab – Betonauflagerfläche, die konzentrisch zu Al ist
  • Al – Fußplattenfläche im Kontakt mit der Betonoberfläche
  • Aln – Fläche Al abzüglich der Löcher in der Fußplatte für Anker
  • fc – Bemessungswert der Betondruckfestigkeit; GB50010, Tabelle 4.1.4-1
  • fcc = 0,85 fc – Bemessungswert der Druckfestigkeit von unbewehrtem Beton; GB50010, Tabelle 4.1.4-1
  • ω – Verteilungsfaktor der Drucklast; ω = 0,75 bei ungleichmäßiger Lastverteilung, ω = 1,0 bei gleichmäßiger Lastverteilung

Querkraftübertragung

Die Querkraftbeanspruchung an der Fußplatte wird angenommen, vom Stütze auf das Betonfundament übertragen zu werden durch:

  1. Reibung zwischen Fußplatte und Beton / Vergussmörtel
  2. Schubknagge
  3. Ankerschrauben

Anker

Die Zugkräfte in den Ankern beinhalten Abhebekräfte und werden durch die Methode der finiten Elemente bestimmt.

Anker werden in der Software nicht nachgewiesen.

Verbindungsklassifizierung nach chinesischer Norm

Verbindungen werden nach ihrer Steifigkeit wie folgt klassifiziert:

  • Starr – Verbindungen mit unwesentlicher Änderung der ursprünglichen Winkel zwischen den Bauteilen,
  • Halbstarr – Verbindungen, bei denen angenommen wird, dass sie ein zuverlässiges und bekanntes Maß an Einspannung aufbringen können,
  • Gelenkig – Verbindungen, die keine Biegemomente entwickeln.

In GB 50017 gibt es keine klare Grenze zwischen den Verbindungsklassen; daher werden Verbindungen gemäß EN 1993-1-8 – Abschn. 5.2.2 klassifiziert.

  • Starr – \( \frac{S_{j,ini} L_b}{E I_b} \ge k_b \)
  • Halbstarr – \( 0.5 < \frac{S_{j,ini} L_b}{E I_b} < k_b \)
  • Gelenkig – \( \frac{S_{j,ini} L_b}{E I_b} \le 0.5 \)

wobei:

  • Sj,ini – Anfangssteifigkeit der Verbindung; die Verbindungssteifigkeit wird bis zu 2/3 von Mj,Rd als linear angenommen
  • Lb – theoretische Länge des untersuchten Bauteils; wird in den Bauteileigenschaften festgelegt
  • E – Elastizitätsmodul
  • Ib – Flächenträgheitsmoment des untersuchten Bauteils
  • kb = 8 für Tragwerke, bei denen das Aussteifungssystem die horizontale Verschiebung um mindestens 80 % reduziert; kb = 25 für andere Tragwerke, sofern in jedem Geschoss Kb/Kc ≥ 0,1 gilt. Der Wert kb = 25 wird verwendet, sofern der Benutzer im Normeinstellungen nicht „ausgesteiftes System" festlegt.
  • Mj,Rd – Bemessungswert des Biegewiderstands der Verbindung
  • Kb = Ib / Lb
  • Kc = Ic / Lc

Kapazitätsbemessung nach chinesischer Norm

Die Kapazitätsbemessung ist Teil des Erdbebenachweises und stellt sicher, dass die Verbindung über ausreichende Verformungskapazität verfügt.

Die Verbindungen müssen in der Lage sein, die zur Bildung eines plastischen Gelenks in einem dissipativen Bauteil erforderliche Kraft sicher zu übertragen. Das dissipative Bauteil wird vom Benutzer zusammen mit dem Verbindungskoeffizienten ηj aus GB 50017-2017, Tabelle 17.2.9 ausgewählt. Der Verbindungskoeffizient ηj wird zwischen dem Überfestigkeitsfaktor γov und dem Verfestigungsfaktor γsh aufgeteilt; ηj = γovγsh. Der Verfestigungsfaktor γsh wird vom Benutzer festgelegt; empfohlen wird γsh = 1,1 für Träger in momentensteifem Rahmen und γsh = 1,0 für andere dissipative Bauteile. Es wird empfohlen, den ungünstigeren Wert ηj zu wählen; z. B. ηj = 1,35 für den dissipativen Träger aus Stahlgüte Q345 im momentensteifen Rahmen für die Nachweise sowohl von Schweißnähten als auch von Schrauben.

Verbindungskoeffizient ηj gemäß Tabelle 17.2.9

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Werkstoffdiagramm des dissipativen Bauteils