Lasten in IDEA StatiCa Detail - Fortgeschrittene Themen
Aus häufigen Kundenanfragen und unserer eigenen Erfahrung haben wir die folgenden Themen zusammengestellt:
- Wie man Drucklast unter der Verankerungsplatte in das Modell eingibt
- Wie man die Last aus der Decke eingibt
- Wie man die Last aus der Schubverbindung eingibt
- Wie man die Teilsicherheitsbeiwerte für GZT und GZG eingibt
Jedes Thema wird kurz beschrieben und anschließend im Rahmen eines bereits gestreamten Webinars erläutert.
Hinweis: Wenn Sie eine Erinnerung benötigen, welche Lasttypen in der Anwendung verwendet werden können, lesen Sie den Artikel Allgemeine Beschreibung der Lastimpulse in der Detail-Anwendung.
Wie man Drucklast unter der Verankerungsplatte in das Modell eingibt
Die Spannung im Beton wird aus der Analyse in IDEA StatiCa Connection ermittelt. Durch die Möglichkeit, die effektiven Flächen anzuzeigen, können wir die Spannung über jede effektive Fläche integrieren und die Kräfte ermitteln. Da die Spannung über die Höhe der effektiven Fläche konstant ist, verwenden wir eine gleichmäßige Last, um den Spannungseffekt unter der Verankerungsplatte zu simulieren.
Wie man die Last aus der Decke eingibt
Der monolithische Anschluss der Decke an die Wand erzeugt eine Last, die nicht vernachlässigt werden kann. Anhand des Verlaufs der Querkraft an der Anschlussstelle aus der FEM-Berechnung kann die äquivalente Last für das Modell angepasst werden.
Wie man die Last aus der Schubverbindung eingibt
Die Schubverbindung kann mithilfe eines speziellen Lastgeräts namens „Patch load" modelliert werden. Dieses Element ist in der Lage, eine verteilte Punktlast über einen effektiven Radius (Fläche) aufzubringen, der vom Benutzer definiert wird.
Die Option, bei der die Kraft direkt in den Beton oder in die Bewehrungsstäbe eingeleitet wird, ergibt sich aus der Ausführung der Verbindung in der Wand. Wir haben die Option der direkten Einleitung in die Bewehrungsstäbe verwendet, da die Anker mit den Drahtmatten verschweißt sind. Es ist besonders wichtig zu beachten, dass die Schubverbindung neben der vertikalen Last auch ein Biegemoment aus der Wandebene heraus überträgt. Dieser Effekt kann im 2D-Modell in IDEA StatiCa Detail nicht berücksichtigt werden.
Wie man die Teilsicherheitsbeiwerte für GZT und GZG eingibt
Lastfälle wie Eigengewicht oder Decke werden mit charakteristischen Werten eingegeben. Wenn wir Lastfälle aus den Verbindungen eingeben, wenden wir einen Teilsicherheitsbeiwert von 1 an, da die Bemessungswerte aus IDEA StatiCa Connection entnommen werden. Im GZG ist die Situation jedoch nicht so einfach, da die Bemessungswerte nicht nach ständigen und veränderlichen Lasten getrennt und durch entsprechende Teilsicherheitsbeiwerte dividiert werden können. Der Grund dafür ist die nichtlineare Analyse in IDEA StatiCa Connection, sodass keine Superposition der Lasten möglich ist. Aufgrund dieses Effekts haben wir einen Teilsicherheitsbeiwert von 0,75 gewählt, der sich aus der Gleichung 1/1,35 ergibt.
Sehen Sie sich den Teil unseres Webinars an, der der korrekten Eingabe der Teilsicherheitsbeiwerte für GZT und GZG gewidmet ist.