Anschlussberechnung mit GMNA

Neben der der Materiell Nichtlinearen Analyse (MNA) gibt es für Hohlprofile in IDEA Connection seit der Version 10.1 einen weiteren Berechnungsansatz:
Die Geometrisch und Materiell Nichtlineare Analyse (GMNA) hat als wichtiger Bestandteil des Normnachweises für Hohlprofile einen erheblichen Einfluss auf die berechnete Tragfähigkeit der gesamten Verbindung.

Führt eine punktuelle Belastung zu hohen lokalen Verformungen, wird dadurch die Gesamtstabilität des Bauteils beeinflusst. Der Berechnungsansatz der Geometrisch und Materiell Nichtlinearen Analyse berücksichtigt diese geometrisch nichtlinearen Auswirkungen und wurde mit Modellen aus ANSYS und ABAQUS überprüft.

Die Berechnung mittels GMNA ist standardmäßig in allen neuen Projekten aktiviert; Projekte aus früheren Versionen behalten ihre ursprünglichen Einstellungen bei.
Der Anwender kann im Menü der Norm- und Berechnungseinstellungen zwischen MNA und GMNA wechseln.

Die Berechnung mittels GMNA erfolgt, wenn dem gelagerten Bauteil ein Hohlquerschnitt ein Hohlquerschnitt zugewiesen ist.

Für den Vergleich von Hohprofilen bei MNA zu GMNA gilt in der Regel (Einzelfall ist zu überprüfen) Folgendes:

  • Kreisprofile auf Zug: Auslastungen GMNA < Auslastungen MNA
  • Kreisprofile auf Druck: Auslastungen GMNA > Auslastungen MNA
  • Rechteckprofile auf Zug: Auslastungen GMNA < Auslastungen MNA
  • Rechteckprofile auf Druck: Auslastungen GMNA > Auslastungen MNA


Ergebnisunterschiede zu V10.0 und älter
Die Berechnung mit GMNA bringt die Ergebnisse der Analyse näher an das reale Verbindungsverhalten heran. Dies kann dazu führen, dass eine in Version 10.0 erstellte und in Version 10.1 mit GMNA neu berechnete Verbindung unterschiedliche Ergebnisse liefert (siehe nachfolgender Vergleich) und in V10.1 den Nachweis nicht mehr erfüllt.

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