Normnachweis von Schweißnähten nach chinesischer Norm
Kehlnähte werden gemäß GB 50017 – Kapitel 11 überprüft. Die Festigkeit von Stumpfnähten wird als gleich dem Grundwerkstoff angenommen und nicht nachgewiesen.
Stumpfnähte
Es werden vollständig durchgeschweißte Stumpfnähte vorausgesetzt, deren Tragfähigkeit als gleich der des Grundwerkstoffs angesehen wird – Cl. 11.2.1.
Kehlnähte
Der Bemessungswert der Tragfähigkeit von Kehlnähten wird gemäß Cl. 11.2.2.2 nachgewiesen:
\[ \sigma_w = \sqrt{ \left ( \frac{\sigma_f}{\beta_f} \right ) ^2 + \tau_f^2} \le f_f^w \]
wobei:
- σf – Spannung in der wirksamen Fläche der Naht senkrecht zur Nahtlänge
- βf – Vergrößerungsbeiwert für den Bemessungswert der Kehlnahtfestigkeit; βf = 1,22 bei statischer Belastung und Winkel zwischen den Schmelzflächen α = 90°; andernfalls βf = 1,0
- τf – Schubspannung in der wirksamen Fläche der Naht parallel zur Nahtlänge
- ffw – Bemessungswert der Kehlnahtfestigkeit
Bemessungswert der Kehlnahtfestigkeit ffw für Schweißelektroden; abgeleitet aus Tabelle 4.4.5
| Elektrode | \(f_f^w\) [MPa] |
| E43 | 160 |
| E50 | 200 |
| E55 | 220 |
| E60 | 240 |
Standardelektroden sind E43 für das schwächste verbundene Blech mit fu < 470 MPa, E50 für 470 MPa ≤ fu < 520 MPa und E55 für 520 MPa ≤ fu.
Die Nahtdiagramme zeigen die Spannung gemäß folgender Formel:
\[ \sigma = \sqrt{ \frac{1}{\beta_f^2}(\sigma_{\perp}^2 + \tau_{\perp}^2) + \tau_{\parallel}^2 } \]