Normnachweis von Schrauben und vorgespannten Schrauben (AISC)

Dieser Artikel ist auch verfügbar in:
Mit KI aus dem Englischen übersetzt

Die Kräfte in den Schrauben werden durch die Methode der finiten Elemente bestimmt. Die Zugkräfte beinhalten Abhebekräfte. Die Schraubentragfähigkeiten werden gemäß AISC 360 - Kapitel J3 nachgewiesen.

Schrauben

Zug- und Schertragfähigkeit von Schrauben

Die Bemessungszug- oder Schertragfähigkeit, ϕRn, und die zulässige Zug- oder Schertragfähigkeit, Rn/Ω, einer handfest angezogenen Schraube wird gemäß den Grenzzuständen des Zugbruchs und Scherbruchs wie folgt bestimmt:

Rn = FnAb

ϕ = 0.75    (LRFD, editierbar in den Normeinstellungen)

Ω = 2.00    (ASD, editierbar in den Normeinstellungen)

wobei:

Ab – Nennquerschnittsfläche des ungewindeten Schraubenschafts oder Gewindeteils

Fn – Nennzugspannung, Fnt, oder Scherspannung, Fnv, aus Tabelle J3.2

Die erforderliche Zugkraft umfasst jede Zugkraft, die aus der Abhebekraft infolge der Verformung der verbundenen Teile resultiert.

Kombinierte Zug- und Scherbeanspruchung bei Lochleibungsverbindungen

Die verfügbare Zugtragfähigkeit einer Schraube unter kombinierter Zug- und Scherbeanspruchung wird gemäß den Grenzzuständen des Zug- und Scherbruchs wie folgt bestimmt:

Rn = F'nt Ab    (AISC 360-16 J3-2)

ϕ = 0.75    (LRFD, editierbar in den Normeinstellungen)

Ω = 2.00    (ASD, editierbar in den Normeinstellungen)

\( F'_{nt}=1.3 F_{nt} - \frac{f_{rv} F_{nt}}{\phi F_{nv}} \)   (AISC 360-16 J3-3a LRFD)

\( F'_{nt}=1.3 F_{nt} - \frac{f_{rv} \Omega F_{nt}}{F_{nv}} \)    (AISC 360-16 J3-3b ASD)

wobei:

  • F'nt – Nennzugspannung, modifiziert zur Berücksichtigung der Auswirkungen der Scherspannung
  • Fnt – Nennzugspannung aus AISC 360-16 Tabelle J3.2
  • Fnv – Nennscherspannung aus AISC 360-16 Tabelle J3.2
  • frv – erforderliche Scherspannung unter Verwendung von LRFD- oder ASD-Lastkombinationen. Die verfügbare Scherspannung des Befestigungselements muss gleich oder größer als die erforderliche Scherspannung frv sein

Lochleibungstragfähigkeit in Schraubenlöchern

Die verfügbaren Lochleibungstragfähigkeiten, ϕRn und Rn/Ω, an Schraubenlöchern werden für den Grenzzustand der Lochleibung wie folgt bestimmt:

ϕ = 0.75    (LRFD, editierbar in den Normeinstellungen)

Ω = 2.00    (ASD, editierbar in den Normeinstellungen)

Die Nenn-Lochleibungstragfähigkeit des verbundenen Materials, Rn, wird wie folgt bestimmt:

Für eine Schraube in einer Verbindung mit Regelbohrungen:

Rn = 1.2 lc t Fu ≤ 2.4 d t Fu    (AISC 360-16 J3-6a, J3-6a, c)

Für eine Schraube in einer Verbindung mit Langlöchern:

Rn = 1.0 lc t Fu ≤ 2.0 d t Fu    (AISC 360-16 J3-6a, J3-6e, f)

wobei:

  • Fu – angegebene Mindestzugfestigkeit des verbundenen Materials
  • d – Nennschraubendurchmesser
  • lc – lichter Abstand in Kraftrichtung zwischen dem Rand des Lochs und dem Rand des benachbarten Lochs oder dem Materialrand
  • t – Dicke des verbundenen Materials

Vorgespannte Schrauben

Die Bemessungsgleitwiderstand der vorgespannten Schraube der Klasse A325 oder A490 unter Berücksichtigung der Zugkraft Ft

Vorspannkraft gemäß AISC 360-10 Tab. J3.1.

Tb = 0.7 fub As

Bemessungsgleitwiderstand je Schraube gemäß AISC 360-10 Abs. J3.8

Rn = kSC μ Du hf Tb ns

Ausnutzung in Schub [%]:

Uts = V / ϕRn    (LRFD)

Uts = Ω V / Rn    (ASD)

wobei:

  • As – Spannungsquerschnittsfläche der Schraube
  • fub – Zugfestigkeit
  • \( k_{SC}=1-\frac{F_t}{D_u T_b n_b} \)   – Faktor für kombinierte Zug- und Scherbeanspruchung (LRFD) (J3-5a)
  • \( k_{SC}=1-\frac{1.5 F_t}{D_u T_b n_b} \)     – Faktor für kombinierte Zug- und Scherbeanspruchung (ASD) (J3-5b)
  • μ – mittlerer Gleitbeiwert, editierbar in den Normeinstellungen
  • Du = 1.13 – Multiplikator, der das Verhältnis der mittleren eingebauten Schraubenvorspannung zur angegebenen Mindestschraubenvorspannung widerspiegelt
  • hf = 1.0 – Faktor für Futterbleche
  • ns – Anzahl der Gleitflächen; der Nachweis wird für jede Gleitfläche separat berechnet
  • V – auf die Schraube wirkende Querkraft
  • ϕ = 1.0 – Widerstandsbeiwert für Regelbohrungen (LRFD), editierbar in den Normeinstellungen
  • ϕ = 0.7 – Widerstandsbeiwert für Langlöcher (LRFD)
  • Ω = 1.5 – Widerstandsbeiwert für Regelbohrungen (ASD), editierbar in den Normeinstellungen
  • Ω = 2.14 – Widerstandsbeiwert für Langlöcher (ASD)

Verwandte Artikel

Nachweis des Betonblocks gemäß AISC